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Vermisste Tiere bitte nur vermisste Tiere einstellen

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Alt 05.07.2009, 22:11   #1
Bea
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Wohin verschwinden Katzen spurlos?

Die Frage stelle ich mir ja schon länger und versuche da ein wenig Klarheit reinzubekommen.
Insbesondere weil auch immer wieder Katzenfänger ins Gespräch kommen.

Bereits im November 2008 hatte ich mal eine Auswertung von den vermissten Katzen bei uns im Umkreis von 50 km gemacht und bin zu folgendem Ergebniss gekommen:

Getigerte Katzen ohne weiß vom Okt:07 - Okt.08

Die größte Vermisstenzahl gibt es im Geburtsjahrgang 2007 ( insgesamt 79 Vermisste, davon 32 Rückmeldungen,incl.2 Totmeldungen)

Zweitgrößte Vermisstenzahl Jahrgang 2006 ( 60 Vermisst, davon 25 Rückmeldungen incl.1 Totmeldung)

Vermisstenzahl Jahrgang 2005 ( 43 Vermisst, davon 25 Rückmeldungen, inc.2 Totmeldungen)

Vermisstenzahl Jahrgang 2004 ( 30 Vermisst, davon 15 Rückmeldungen, incl.1 Totmeldung)

Die Tendenz ist ziemlich eindeutig. Die größte Vermisstenzahl ist bei den jüngeren Katzen ( besonders viele Kater).
Das spricht für mich eher für Unfälle.

Der Verkehr auf dem Land darf nicht unterschätzt werden. Ich bin häufig Abends unterwegs, gerade wenn sich viele Katzen unterwegs sind.
Wenn ich mitbekommen wie hier über Land und in den Ortschaften gerast wird. Nachts wird locker mal mit 70 durch den Ort gefahren. In 30er Zonen sind 50 "normal".Schon ein paarmal hab´ich die Luft angehalten weil ich im Rückspiegel bemerkte wie eine Katze unvermittelt auf die Straße rannte direkt vor einem Auto.

In meinem Meldungsbereich liegt Frankfurt. In Frankfurt liegt die Rückmeldungsquote bei 38,3 %.

Unsere Gemeinde hat insgesamt 12.000 Einwohner, verteilt auf mehrere Ortschaften und eine Rückmeldungsquote von 20 %.
Meine Vermutung liegt im Strassenverkehr und das sich auf dem Land weniger um z.B. "fremde" Katzen gekümmert wird. Es laufen sowieso mehr rum.

Noch etwas ist mir aufgefallen: in den Frühjahrs- und Herbstmonaten sind die Vermisstenmeldungen recht hoch - die Rückmeldungen sehr niedrig.
Im Sommer eine hohe Vermisstenzahl aber im Verhältnis mehr Rückmeldungen.

Je länger ich jetzt schon die Tasso-Meldungen bekomme, umso logischer werden die Vermisstenzahlen für mich. Nichts Mysteriöses - eher traurig ernüchternd.

Hierzu habe ich heute beim nachgoogeln nach einem ganz anderen Thema etwas gefunden, welches meinen Eindruck und meine Daten bestätigt:

"Das Trauma ist heute die zweithäufigste Todesursache bei den in der Praxis
vorgestellten Katzen nach den Infektionskrankheiten. Die Wahrscheinlichkeit ein
solches zu erleiden, nimmt jedoch mit zunehmendem Alter ab. Fast alle Katzen, die
einem Fahrzeug zum Opfer fallen, sind jünger als drei Jahre."

und

"....sondern dass Kollisionen mit Kraftfahrzeugen die
häufigste Abgangsursache in der Katzenpopulation Deutschlands darstellen.
REICHHOLF (1982) hat bei Untersuchungen zur Höhe und Verteilung der
Straßenmortalität bei der Hauskatze diese Daten ermittelt:
• In Deutschland kann von einer durchschnittlichen Verlustrate von
0,5 Tieren/ km/ Jahr ausgegangen werden. Die Verteilung auf die Biotypen stellt
sich folgendermaßen dar: 1,55 Katzen/ km/ Jahr im Siedlungsbereich, 0,22 Katzen/
km/ Jahr in der offenen Flur und 0,11 Katzen/ km/ Jahr auf Waldstrecken. Daraus
ergibt sich eine Verlustmenge von 94 400 Katzen pro Jahr für die Bundesrepublik
Deutschland. Berücksichtigt man den Dunkelziffer-Faktor, welcher über das
Befahren einer Kontrollstrecke ermittelt wurde, so erhöht sich die Zahl auf etwa
150 000 bis 200 000 Katzen jährlich. Der Verfasser nimmt bei vorsichtiger
Schätzung eine 6 - 8%ige Verlustrate durch den Straßenverkehr an.
• Die Gesamtmenge der überfahrenen Tiere blieb konstant über den fünfjährigen
Untersuchungszeitraum.
• Die monatliche Verteilung zeigt ein stark ausgeprägtes Minimum in den Monaten
Dezember, Januar und Februar. Im März kommt es zu einem steilen Anstieg auf
etwa das Sechsfache. Dieses Plateau bleibt bis November nahezu gleichmäßig und
fällt dann wieder deutlich zum Dezember ab.

• Die Nacht von Sonntag auf Montag weist eine vierfach höhere Verlustrate
gegenüber den anderen Wochentagen und Nächten auf.
Im Zuge der Interpretation der Daten stößt man auf eine interessante Korrelation mit der
Frequenz des Mäusebussards im gleichen Gebiet. Daraus ist zu schlussfolgern, „...dass
die Hauskatzen tatsächlich noch auf Dichteschwankungen im Feldmausangebot
reagieren und sich diese Reaktion in der Frequenz ihrer Straßenverluste an Strecken
durch offene Fluren ablesen lässt. Denn die Feldmäuse bilden sowohl für den
Mäusebussard als auch für streunende Hauskatzen die mit weitem Abstand
bedeutungsvollste selbsterjagte Beute."

Quelle: LINK
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